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Datenbank des deutschsprachigen Anarchismus - DadA
Abteilung: Periodika des Neoanarchismus
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DadA-Periodika, Dok.-Nr.: P2-P0002613

KANAILLE

Untertitel: Beiträge für die Umwelzung aller Verhältnisse
Verlag: Selbstverlag
Ort: Berlin
Land: Deutschland <Bundesrepublik>
Erscheinungszeitraum: Jg.1 (2019) -
Erscheinungsverlauf: Jg.[1] (2019), Nr.1 (Sept.), 2 (Dez.)
Preis: kostenlos
Typographie: Offest
Format: DIN A3
Bemerkungen: Zum Selbstverständnis:
"Menschen, die sich ihrer Situation von Ausbeutung, Entfremdung und Unterdrückung bewusst werden, erkennen, anstatt sich der Ohnmacht hinzugeben, die Notwendigkeit von Solidarität, Selbstbestimmung und Revolte. Die Revolte gegen jede Herrschaft als Befreiung aus dem (kapitalistischen) Elend. Die Konsequenz geht bis zum tiefgehenden Bruch mit der bestehenden Ordnung und ihrer Moral. Und so dringen die Worte und Taten der Liebhaber*innen der Freiheit durch die Geschichte bis in die Gegenwart. Egal, welche verächtenden Bezeichnungen die Feind*innen der Freiheit propagieren: sogenannte Chaot*innen, Rebell*innen, Pöbel, Ketzer*innen,… oder eben Kanaillen!" (Nr.1, S.2)
Anarchistische Bezüge zum Beispiel:
"Im Zweifel für den Aufstand
Warum von einem „anderen“ Zusammenleben träumen? Weil offensichtlich ist, wer die Verantwortung für die aktuellen weltweiten sozialen Konflikte trägt: der Kapitalismus und seine Verfechter*innen, als ein moderner Ausdruck der Herrschaft des Menschen über den Menschen. Dieser gesellschaftliche Zustand kann mit leidenschaftlichem Einfallsreichtum zum Stillstand gebracht werden. Es entsteht eine offene Feindschaft zwischen denjenigen, welche für die Ausbeutung, die Knechtschaft, die Unterdrückung stehen, und denjenigen, die genau diese Verhaltensweisen verneinen undüberwinden wollen. Auch wenn letztere dies nur in kurzen flammenden Momenten ausdrücken. Die Gewalt, die bei jeglicher direkten Tat entstehen kann, und deren Ausmaß ist nicht das Ziel, sondern eine Variabel. Viel wichtiger und einprägender, wenn auch nur für einen kurzen Moment, ist es zu spüren, das Leben in die eigene Hand zu nehmen und nicht auf irgendeine Form der Erlaubnis zu warten oder zu hoffen. Denn in dieser Art von Infragestellung der Autorität und Herrschaft liegt ein Befreiungsmoment von der Ohnmacht, welche uns so sehr antrainiert wird. Die Qualität des Augenblicks kann dabei wichtiger sein als die Quantität des angerichteten Schadens." (Nr.1, S.7)
Die Inhalte der ersten Ausgabe sind auch auf dem Blog verfügbar.
Siehe auch: Warum eine anarchistische Straßenzeitung? in Nr.2 https://kanaille.noblogs.org/post/2020/01/07/warum-eine-anarchistische-strassenz eitung/ - abgerufen Jan. 2020

Internet: https://kanaille.noblogs.org/
Standort: BdF Berlin: Nr.1-2 : SIGN.: A 224
ZDB-Ident.: 2985191-9
Quellen: Autopsie DadA Köln: Nr.1-2
Publikationsform: Medienkombination, Blog, Zeitschrift
Libertärer Bezug: anarchistisch
Bearbeitungsstand: 28.07.2020 | Bearbeiter: gh

Inhalt verfügbar unter: CC BY-NC-ND 3.0 DE - Ein Projekt der Bibliothek der Freien


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