Bibliothek der Freien
Projekt der Bibliothek der Freien, Berlin
Datenbank des deutschsprachigen Anarchismus - DadA
Abteilung: Periodika des Neoanarchismus
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DadA-Periodika, Dok.-Nr.: P2-P0002361

i:da Newsletter

Untertitel: Idee direkte Aktion. Verein | Freiraum | Werkstatt | anarchistisches Kollektiv
Ort: Wien
Land: Österreich
Erscheinungszeitraum: 2007, April - 2011
Erscheinungsweise: laufend
Typographie: HTML
Bemerkungen: Selbstverständnis:
"Die I:DA definiert sich als Freiraum. Fernab vom kommerzialisierten und profitorientierten Alltagsleben lädt das anarchistisch/libertäre Kollektiv der Idee: Direkten Aktion zum mitmachen und mitgestalten ein. Jeden Donnerstag von 20 bis 21uhr findet ein offenes Plenum statt zu dem JedeR die/der lust hat diesen Raum zu nutzen kommen kann. Eine unserer Prämissen ist eine freie Preispolitik, dh es wird nie Eintritt verlangt -auch nicht auf Spendenbasis- und Getränke & Essen sind immer nach eigenem Ermessen zu bezahlen.
[...]
Die I:DA ist der Versuch einen hierarchiefreien Raum zu schaffen.
Wir wollen keinen Sexismus, Rassismus, Antisemitismus, keine Homophobie oder irgendein Verhalten das andere unterdrückt.
Herrschaftsfreies Leben erfordert gemeinsame Verantwortung!" (Internet Januar 2010: http://ideedirekteaktion.at/whats_ida)
Auf der Internetseite erscheinen laufend Hinweise auf aktuelle Termine. Außerdem kann per E-Mail ein Newsletter abonniert werden.
Zur Einstellung vermutlich 2011 eingestellter Text:
"i:da. Ein Abschiedsbrief…
…und irgendwie auch mehr. Bereits vor einem Jahr hat sich das damalige i:da Kollektiv dazu entschieden, einen neuen Raum schaffen zu wollen, der barrierefrei ist und vor allem auch tagsüber verwendet werden kann. Eine bessere Infrastruktur und Location sollte neue Möglichkeiten anarchistischer Verwirklichung schaffen und direkte Aktion inspirieren.
[...]
Heute, ein ¾ Jahr später, müssen wir uns aber eingestehen, dass es nicht gelungen ist, dieses ambitionierte Projekt durchzuziehen. Im Endeffekt waren doch zu wenige Menschen bereit, sich aktiv einzubringen, um den Raum am Laufen zu halten. Die Zeit, die in die Strukturerhaltung investiert werden musste, fehlte immer mehr auf der inhaltlichen Ebene. Auch wenn stets klar war, dass die i:da ein anarchistisches Kollektiv ist, fehlten schlichtweg Zeit und Ressourcen, den Raum mit Leben zu füllen. Was blieb war eine Zeit lang der reine Barbetrieb. Schließlich funktionierte auch der aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr.
[...]
Wie es nun endet wird sich bis Ende September erweisen – bis dahin wird die i:da noch in der bisherigen Form existieren. Einige wenige, die dafür weder soziales Prestige noch Beachtung erhalten, haben die undankbare Aufgabe der Abwicklung des Untergangs übernommen. Im September wird es einige letzte Partys geben und wir würden uns freuen, dort viele Leute zu sehen, die schöne Erinnerungen mit der i:da verknüpfen oder auch ihre Solidarität mit dem Projekt und den Menschen, die bis zuletzt reinhackeln, beweisen wollen. Also: Bringt euch ein, gehen wir gemeinsam taktvoll unter!
Darüber hinaus rufen wir dazu auf, dieses Ende produktiv zu nützen für eine nötige Diskussion – sei es an diversen Bartresen, zu Hause, in einschlägigen Onlineforen oder eben in Form von öffentlichen politischen Diskussionen und Stellungnahmen (an uns geschickte werden wir auf der Homepage veröffentlichen). Wir müssen uns klar werden, dass wir uns und unsere Räume bewusst organisieren müssen, um nicht nur das 'kleine Eigene' zu schützen, sondern auch in die Gesellschaft hineinzuwirken und uns den nötigen Kämpfen zu stellen." (Internet Nov. 2011: http://ideedirekteaktion.at/)

Standort: DadA Köln: Screenshot der Homepage Jan. 2010; Erklärung zur Einstellung
Quellen: Internet Januar 2010, Nov. 2011
Publikationsform: Elektronisches Periodika, Netzpublikation, E-Mail-Abonnement
Libertärer Bezug: anarchistisch
Bearbeitungsstand: 28.07.2020 | Bearbeiter: gh

Inhalt verfügbar unter: CC BY-NC-ND 3.0 DE - Ein Projekt der Bibliothek der Freien


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