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Datenbank des deutschsprachigen Anarchismus - DadA
Abteilung: Periodika des Neoanarchismus
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DadA-Periodika, Dok.-Nr.: P2-P0002343

Direkte Aktion München

Untertitel: Zeitung für kämpferische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit
Herausgeber: FAU München
Redaktion: Roman Danyluk
Körperschaften: FAU München
Ort: München
Land: Deutschland <Bundesrepublik>
Erscheinungszeitraum: Jg.1 (2003) -
Erscheinungsverlauf: Jg.1 (2003), Nr.?
Jg.2 (2004), Nr.?
Jg.3 (2005), Nr.?
Jg.4 (2006), Ausg. 1. Mai
Jg.5 (2007), Ausg. 1. Mai, Okt.
Jg.6 (2008), Ausg. Herbst
Jg.7 (2009), keine Ausgabe ersch.
Jg.8 (2010), Ausg. 1. Mai
Jg.9 (2011) - Jg.13 (2015), keine Ausg. ersch.
Jg.14 (2016), Ausg. 1.Mai

Erscheinungsweise: halbjährlich
Auflage: 1000 bis 2000
Preis: kostenlos
Typographie: Kopie; PDF
Format: DIN A4, 8 S.
Rubriken: Betrieb und Gesellschaft; Bildung; Geschichte und Kultur
Bemerkungen: "Die 'DA München' legt großen Wert darauf, hauptsächlich über betriebliche und soziale Themen und Aktivitäten zu berichten und versteht sich weniger als ein Propagandablatt, sondern vielmehr als Gewerkschaftszeitung." (FAU - Die ersten 30 Jahre, S.134)
"Bayerischer Eigensinn
Roman Danyluk über eine kleine Schwester der DA und ungehobelte Familienbande
Zum Autor: Roman Danyluk (48) ist Transportarbeiter und Mitglied der FAU München und Redakteur der DAM (erscheint ein bis zwei Mal im Jahr, Auflage: 1.000 Exemplare, Umfang: acht Seiten; kostenlos). Autor von Büchern über die Geschichte der FAU, der Ukraine und des bayerischen Tischtennissports (letzteres nie veröffentlicht).
Kleine Geschwister sind häufig trotzig, provozierend und naiv-selbstbewusst, auch wenn ihnen noch die Rotze aus der Nase läuft und sie – natürlich nur dem kleinen Wuchs geschuldet – zu den Älteren aufschauen. „Mir san mir!“ hallt es denn auch der DA aus der bayrischen Landeshauptstadt entgegen, wenn ich als Repräsentant der Direkten Aktion München (DAM) und damit als quengeliger Nachwuchs aufgefordert werde, mich zu unserer älteren Schwester zu verhalten.
In jungen Jahren geht der Nachwuchs oft eigene Wege. Die DAM zumindest bildet sich ein, offensiver, direkter und agitatorischer als ihre große abgeklärte Schwester zu sein. Es hat aus der DA-Redaktion durchaus schon Stimmen gegeben, die den bayerischen „Sonderfall“ kritisch hinterfragten, besonders wenn sie merkten, dass für uns in München das Lokalblatt eine höhere Priorität hat, als für die bundesweite DA zu schreiben. Immerhin habe ich schon auf den Gängen libertärer Veranstaltungsorte Geraune aufgeschnappt, die DAM sei „ja besser als die DA“. Ob dabei Alkoholika im Spiel waren, konnte ich nicht in Erfahrung bringen.
Mangelndes Selbstbewusstsein kann uns wohl nicht nachgesagt werden, eher schon ein typisch bayerischer Eigensinn, den die Menschen im hohen Norden, im wilden Westen und im weiten Osten (bei uns alles mit dem Begriff „Preußen“ zusammengefasst) nicht immer verstehen. Aber bei der aktuellen Ausgabe der DAM ereilte uns doch noch der Sündenfall. Nachdem bisher immer sehr diskret geklaut wurde, ist erstmals der Artikel eines Berliner DA-Redakteurs ganz abgedruckt worden. Ein erster Hinweis zur Fusion? Keine Sorge, der rotzfreche Balg geht seinen Weg weiter, nimmt beleidigt brummelnd manchmal Hilfe in Anspruch und hält sich trotzdem für unwiderstehlich. Schließlich kam ja auch die Idee zu einem Buch über die Geschichte der FAU aus der DAM-Redaktion, das dann folgerichtig von einem ihrer Mitglieder geschrieben wurde.
Als neurotischer „Jubiläumsautor“ gratuliere ich der DA und wünsche ihr noch mindestens 200 weitere Ausgaben – auch wenn dann die DAM ihre große Schwester an Einfluss, Auflage und Qualität längst überflügelt haben wird. Es bleibt ja in der Familie." (Hosen runter! 200 Ausgaben DA: Intime Geständnisse, Enthüllungen und Schmähungen. In: direkte aktion (2010), Nr.200 - Internet: http://www.direkteaktion.org/200/hosen-runter)
In der Ausgabe vom 1. Mai 2007, S.16 ist folgender Hinweis vermerkt: "Auflage : Die Erstellung der Zeitung erfolgte mit kostenlosen Open-Source -Programmen sowie Scribus (Layout), OpenOffice (Textverarbeitung) und Gimp (Grafik ). Sämtliche Texte sind freinutz- und vervielfältigbar. Über einen Beleg würden wir uns freuen."
Auf der Internetseite der FAU - IAA Lokalföderation München können im Febr. 2011 nur Artikel der "Ausgabe 01. Mai 2010" eingesehen werden. Es können aber auch ein RSS-Feed und ein Newsletter abonniert werden.

Internet: https://www.fau-m.de/index.php/de/material/publikationen/direkte- aktion-muenchen
Standort: DadA Köln: Ausg. von 2006-2016 (PDF)
Literaturhinweise: Bayerischer Eigensinn. Roman Danyluk über eine kleine Schwester der DA und ungehobelte Familienbande. - In: Hosen runter! 200 Ausgaben DA: Intime Geständnisse, Enthüllungen und Schmähungen. - In: Direkte Aktion (2010), Nr.200 (http://www.direkteaktion.org/200/hosen-runter)
Quellen: FAU - Die ersten 30 Jahre, S.134, 137
Publikationsform: Zeitschrift, Infoblatt, Regionalzeitschrift, Medienkombination
Libertärer Bezug: anarchistisch; Anarcho-Syndikalismus; Ortsgruppe FAU
Bearbeitungsstand: 28.07.2020 | Bearbeiter: gh

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