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Datenbank des deutschsprachigen Anarchismus - DadA
Abteilung: Periodika des Neoanarchismus
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DadA-Periodika, Dok.-Nr.: P2-P0002311

Direct Action Kalender [Jahr]

Untertitel: Alltag in den Widerstand bringen (für 2006)
Herausgeber: Projektwerkstatt Saasen
Körperschaften: Projektwerkstatt Saasen
Druck: druckstelle (Gießen)
Ort: Saasen
Land: Deutschland <Bundesrepublik>
Erscheinungszeitraum: 2003 -
Erscheinungsverlauf: 2003, für 2004
2004, für 2005
2005, für 2006
2006 für 2007
2007 für 2008
2008 für 2009
2009 für 2010

Erscheinungsweise: jährlich
Preis: 4 Euro (Ausg. 2006)
Format: DIN A5 (bis Ausg. 2005), Quadratisch (Ausg. 2006)
Beilagen: jeweils eine Beilage (2005: Adressheft, 2006: Aktionsspiel)
Bemerkungen: "Und es geht wieder los ... der 2006er:
Wie immer bleibt beim Direct-Action-Kalender wenig beim Alten. Der 2006er hat kein A5-Format mehr, sondern ist quadratisch sein ... etwas größer als eine CD-Hülle. Die weiteren Daten:
- 240 Seiten mit vielen Einzeltipps, Beispielen und historischen Daten mit Aktionsbezug
- Dazu kleine Textkapitel zu Anti-Gentech-Aktionen, Antifa-Strategien, Spuren-Vermeidung, Aktionen an Unis, Anti-Knast-Aktionen, Offene Räume und mehr
- Als Extra: Großer Beileger mit Antiatom-Spiel und Rückseite mit Schablonen-Workshop und Tramp-Ratgeberin
(Anzeige im Internet 2005)
Selbstdarstellung:
"'Direct Action' ist eine Form kreativen Widerstandes, die wir als Teil gesellschaftlicher Intervention gegen Herrschaft und Verwertung sowie als Eröffnung von Diskussionen um visionäre, emanzipatorische Gesellschaftsformen verstehen. Sie versteht sich als gleichberechtigter Teil zu anderen kreativ-emanzipatorischen Handungsstrategien wie Gegenöffentlichkeit, Freiräume und Aneignung, versucht aber, Erstarrungen in den Aktionsformen und -strategien zuüberwinden, z.B. die Wirkungslosigkeit vieler vereinheitlichender Aktionsformen (Latschdemo, Lichterkette ...) oder das Gegeneinander aufgrund verschiedener Aktions- und Ausdrucksformen.
'Direkte Aktion' ist mehr als nur mal hier eine Blockade oder da ein Steinwurf. Sie ist eine Methode, ein Aktionskonzept und eine Idee für eine Politikform, die nicht mehr nur Einzelnes angreift – aber auch mehr will als schwächliche Miniveränderungen innerhalb von umweltzerstörenden und menschenverachtenden Verwertungs- und Herrschaftsstrukturen. Direkte Aktion will die Köpfe erreichen. Und den Kopf benutzen. Das erste Ziel einer direkten Aktion ist die Schaffung eines 'Erregungskorridors' in der Gesellschaft: Aufmerksamkeit, Irritation, Freude oder Wut sind alles solche Formen. Wie das erreicht werden kann, ist vielfältig: Kommunikationsguerilla, verdecktes Theater, Blockade von Castor-Zügen, Sabotage, Internet-Hacken usw. Wo die Erregung entsteht, ist dann Platz für politische Positionen und Visionen - aber auch deren Vermittlung will durchdacht sein. Ideen für kreative Vermittlungsformen sind nötig. Direkte Aktion ist alles drei: Die kreative, direkte Aktion, der entstehende Erregungskorridor und die politischen Positionen/Visionen. Im Workshop soll über direkte Aktionen geredet und an konkreten Beispielen gezeigt werden, wie Langeweile und Wirkungslosigkeit politischer Arbeitüberwunden werden kann.
Wichtig sind nicht wenige CheckerInnen irgendwo, die Mailinglisten, Internetseiten und wenige Bundestreffen als Ersatz für tatsächliche Handlungsfähigkeit aufrechterhalten, sondern eine breite Handlungsfähigkeit (Aktionen, Widerstand, politische Positionen und Visionen, Intervention und Widerstand im Alltag) überall." (Internet 2005)

Internet: http://www.projektwerkstatt.de/kalender/haupt.html
Standort: BdF Berlin: Archiv DadA Köln: Presseinformation 2005
Literaturhinweise: Presseinformation aus der Projektwerkstatt: Direct-Action-Kalender 2006 vom 29.10.2005 (PDF)
Quellen: Internet 2005
Publikationsform: Reihe, Kalender
Libertärer Bezug: anarchistische Tendenzen
Bearbeitungsstand: 28.07.2020 | Bearbeiter: gh

Inhalt verfügbar unter: CC BY-NC-ND 3.0 DE - Ein Projekt der Bibliothek der Freien


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