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Datenbank des deutschsprachigen Anarchismus - DadA
Abteilung: Periodika des Neoanarchismus
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DadA-Periodika, Dok.-Nr.: P2-P0002171

MÜHSAM

Untertitel: Zeitung des Bildungssyndikates der Freien ArbeiterInnen Union Düsseldorf
Herausgeber: Ito Noe [fiktiv]; Bildungssyndikat der Freien ArbeiterInnen Union Düsseldorf
Redaktion: Chefredakteurin: Louise Michel; RedakteurInnen: Ret Marut, Emma Goldman, B. Traven, Errico Malatesta, Marie Luise Berneri [fiktiv]
Körperschaften: FAU Düsseldorf, Bildungssyndikat; Internationale ArbeiterInnen Assoziation
Verlag: Schwarze Risse im grauen Beton
Druck: Tupper
Ort: Düsseldorf
Land: Deutschland <Bundesrepublik>
Erscheinungszeitraum: Jg.1 (2000) - Jg.3 (2002), Nr.3 u. 4 Sonderausg.
Erscheinungsverlauf: Jg.1 (2000), Nr.1 (Febr./März), 2 (Mai/Juni)
Jg.2 (2001), keine Ausg. erschienen
Jg.3 (2002), Nr.3

Erscheinungsweise: dreimonatlich
Auflage: 500
Preis: kostenlos
Typographie: Druck; HTML
Format: DIN A4
Rubriken: Termine; Leitartikel; Buchtipp; Texte v. Erich Mühsam; Studierendenfutter; Kurzmeldungen; Kurzbiographien; Anarchist Quiz
Bemerkungen: "Was bitteschön ist ein Bildungssyndikat !?
Na gut, ganz kurz, um es nicht all zu spannend zu machen:
Ein Bildungssyndikat ist ein freier Zusammenschluß von Menschen, die in irgendeiner Art und Weise von Bildung betroffen sind und sich selber organisieren möchten. Das Wort 'Syndikat' kommt aus dem Französischen und heißt eigentlich nichts weiter als 'Gewerkschaft'. Die Bildungs- syndikate sind allerdings weit entfernt davon, Gewerkschaften im Sinne des DGB oder der GEW zu sein. Vielmehr fühlen sie sich dem Anarchosyndikalismus verbunden.
Und was ist Anarcho-Syndikalismus?
Der Anarchosyndikalismus hat seine Wurzeln in der basisorientierten ArbeiterInnenbewegung des ausgehenden letzten Jahrhunderts. Seine Ziele sind die des Anarchismus, also eine Ordnung ohne jegliche Herrschaft durch Staat, Kapital, Patriarchat o.ä., ein freiheitlicher Sozialismus. Sein Weg ist syndikalistisch, d.h. durch eine Selbstorganisation in Betrieb und auf lokaler Ebene (oder eben auch in Bildungseinrichtungen). Diese Selbstorganisation soll sowohl den Weg in den Anarchismus als auch die Verwaltung im Anarchismus übernehmen. Das klassische Mittel der AnarchosyndikalistInnen sind die Mittel der Direkten Aktion, z.B. Boykott, Streik oder Sabotage." (www.free.de/asti/bildungssyndikatduesseldorf.htm, dort weitere Informationen zur "Entstehung des Bildungs-syndikats in Düsseldorf " und "Was wir wollen")
"Die BildungssyndikalistInnen in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt legten in den Zeitungstexten viel Wert darauf, Kultur und Politik zu verbinden. Deswegen erschienen im 'Mühsam' neben inhaltlichen Artikeln auch Buchtipps, Kochrezepte, Rätselfragen (Anarchist Quiz), Comics und jeweils ein Gedicht von Erich Mühsam. Die Themen der Sonderausgaben waren die EU-weiten SchülerInnen- und Studierendenstreiks, eine Stellungnahme der 'Workers Solidarity Alliance' (ehemals US-amerikanische IAA-Sektion) zum Anschlag auf die Twin Towers in New York, die Kommentierung neuer Überwachungsnetze sowie die Verschlechterung der Bildungssituation in der BRD." (FAU - Die ersten 30 Jahre, S.135)

Beiträger: Bildungssyndikat (und Nachdrucka aus ASR, direkte aktion, Graswurzelrevolution, Schwarzer Faden, ...)
Standort: DadA Köln: Nr.1-3 (Internetversion)
Quellen: Autopsie DadA Köln: Nr.1-3 (Internetversion); eMail vom 24.09.2000 an DadA Köln
Publikationsform: Zeitschrift; Medienkombination, Internetseite
Libertärer Bezug: anarchistisch; Anarcho-Syndikalismus; Branchensyndikat
Bearbeitungsstand: 28.07.2020 | Bearbeiter: gh

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