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Datenbank des deutschsprachigen Anarchismus - DadA
Abteilung: Periodika des Neoanarchismus
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DadA-Periodika, Dok.-Nr.: P2-P0002166

com.une.farce

Untertitel: Zeitschrift für Kritik im Netz & Bewegung im Alltag
Redaktion: Redaktionskollektiv
Ort: o. O.
Land: Deutschland <Bundesrepublik>
Erscheinungszeitraum: Jg.1 (1998) - Jg.4 (2001), Nr.5
Erscheinungsverlauf: Jg.[1] (1998), Nr.0 (Aug.), 1 (Dez.)
Jg.[2] (1999), Nr.2, 3 (Dez.)
Jg.[3] (2000), Nr.4
Jg.[4] (2001), Nr.5

Erscheinungsweise: 2-3x jährlich; unregelmäßig
Preis: kostenlos
Typographie: HTML
Bemerkungen: Editorial, Nr.0 (August 1998):
"com.une.farce - eine neue linke Zeitschrift, getragen von Gruppen und Personen aus dem Spektrum der autonomen und radikalen Linken - versteht sich als ein an der Vermittlung von Theorie und Alltag orientiertes Projekt. Es geht uns darum, die Ebene der alltagskulturellen Phänomene mit der "großen Politik" der alten Männer auf staatlicher und internationaler Ebene, der sozialen Frage und einer Kritik des Geschlechterverhältnisses so zu verknüpfen, daß dem alten Reduktionismus der Ökonomie nicht irgendein neuer entgegengesetzt wird. Dabei kommt es darauf an, die verschiedenen Herschaftsverhältnisse zu unterscheiden, sich aber auch ihrer Verwobenheit bewußt zu sein.
Vermittlung von Theorie und Alltag heißt, politische Fragestellungen zur eigenen Subjektposition in Relation zu setzen. So wie sich Herrschaft bis unter die Haut materiell manifestiert, so übersetzen sich Herrschafts- und Ausbeutungsverhältnisse in den daily terror der verwalteten Welt. Eine an Emanzipation orientierte politische Theoriebildung darf sich nicht damit begnügen, sozusagen vom Katheder die kritische Kritik zu predigen, sondern muß sich auf den Alltag, auf die politische Praxis einlassen, um an der kulturellen Grammatik, der symbolischen Ordnung wie denökonomischen und politischen Strukturen rütteln zu können. Die Interventionen unseres Projektes in politische Debatten und Auseinandersetzungen verstehen wir als eine solche Vermittlungsanstrengung.
[...]
com.une.farce wird dreimal jährlich erscheinen. Die Nullnummer ist ab Samstag, den 1. August 1998 unter www.copyriot.com/unefarce abrufbar, Nummer 1 erscheint am 1. Dezember, die folgenden Nummern in viermonatigem Abstand. Diese, einem klassischen Periodikum angelehnte Erscheinungsweise verzichtet bewußt auf einige der neuen und schnellen Möglichkeiten des Mediums und orientiert sich an den Diskussionsprozessen der Redaktion, die überregional und dezentral organisiert ist. Das Medium Internet soll hier nicht nur zur Publikation der Zeitschrift selbst dienen, sondern auch der Redaktion die Möglichkeit einer Kommunikation bieten, die nicht auf die bei überregionalen Projekten bekannte Zentralisierung auf einen Redaktionsstandort zurückfällt.
[...]
Die f a r c e - Redaktion"
Anmerkung März 2017: Die Seite ist weiter aktiv.

Internet: http://www.copyriot.com/unefarce
Standort: DadA Köln: Nr.0-3
Literaturhinweise: Hamm, Marion u. Michael Zaiser: com.une.farce und indymedia.uk - zwei Modi oppositioneller Netznutzung. - In: Das Argument 42 (2000), Nr.5/6 (238), S.755-764
Quellen: Autopsie DadA Köln: Nr.0-3
Publikationsform: Elektronisches Periodika, Netzpublikation, Internetseite
Libertärer Bezug: Autonomie; anarchistische Tendenzen
Bearbeitungsstand: 28.07.2020 | Bearbeiter: gh

Inhalt verfügbar unter: CC BY-NC-ND 3.0 DE - Ein Projekt der Bibliothek der Freien


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