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Datenbank des deutschsprachigen Anarchismus - DadA
Abteilung: Periodika des Neoanarchismus
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DadA-Periodika, Dok.-Nr.: P2-P0002122

Die Randschau

Untertitel: Zeitschrift für Behindertenpolitik
Herausgeber: krüppeltopia e. V., Kassel
Redaktion: M. Seidler, R. Maskos, H. Lennartz, P. Heinzelmann c/o Autonom Leben, Langenfelder Str. 35, D-22769 Hamburg (1999)
Körperschaften: krüppeltopia e. V.
Druck: A. Willers, Bremen
Ort: Hamburg; Kassel
Land: Deutschland <Bundesrepublik>
Erscheinungszeitraum: Jg.1 (1986) - Jg.15 (2000), Abschlußheft (April)
Erscheinungsweise: bis 1993 5x jährlich, seit 1994 vierteljährlich
Auflage: ca. 1.500
Preis: Einzelheft - 7.00 DM / Jahresabo - 25.00 DM
Format: DIN A4
Vorgänger: Luftpumpe (München) u. Krüppelzeitung (Hamburg)
Nachfolger: Newsletter Behindertenpolitik
Bemerkungen: Die aus der "Krüppelzeitung" und der "Luftpumpe" hervorgegangene Randschau wurde von Menschen gemacht "die mit der Gesellschaft, wie sie hier organisiert ist, nach wie vor unzufrieden sind und an der Abschaffung der Verhältnisse, die sie unterdrücken, interessiert sind." (Abschlußheft April 2000)
Nach 15 Jahren und verschiedenen wechselnden Redaktionsgruppen wurde die einzige autonome Zeitschrift für Behindertenpolitik in Deutschland eingestellt. In dem Beitrag "Über das Scheitern eines autonomen Versuchs: Warum die Randschau am Ende ist und was wir daraus lernen können..." im Abschlußheft April 2000 werden von der letzten Redaktionsgruppe einige Gründe genannt. Dort heißt es: "Die Randschau war und ist ein Forum, in dem Kritik an herrschenden Verhältnissen geübt werden soll und in dem unsere Diskriminierung als behinderte Menschen im Zusammenhang mit diesen gesehen wird. Die etablierten Projekte sind jedoch, bei allem alternativen Gestus, den sie noch besitzen, ein anerkannter Teil dieser Verhältnisse geworden: Die Allianz mit der Aktion Sorgenkind zeigt dies ganz deutlich." Das Dilemma zwischen Gesellschaftskritik und Anpassungswillen beeinflusste nach eigener Einschätzung auch die Arbeit der Redaktion und die Qualität der Beiträge. Zudem wurde die Zeitschrift zuletzt von vier RedakteurInnen neben 40-Stunden-Job und Studium mit immer weniger Resonanz aus der Leserschaft gemacht. Dies führte zu der Einschätzung: "im Zuge einer solchen Anpassungsentwicklung wird eine Zeitschrift wie die Randschau offensichtlich nicht mehr gebraucht."

ISSN: 1436-0675
Internet: http://www.martinseidler2.homepage.t-online.de/randschau.htm< br> Standort: BdF Berlin: Ausg. 2000, April (Abschlussheft) : SIGN.: A 240; TtE Köln: 1993: 1, 3/4-6, 1994: 1-4, 1995: 1-4, 1996: 1, 2000: April
ZDB-Ident.: 16617-0
Quellen: Autopsie DadA Köln: 1993: 1, 3/4-6, 1994: 1-4, 1995: 1-4, 1996: 1, 2000: April; Kalenda 99; eMail vom 18.01.2000
Publikationsform: Zeitschrift
Libertärer Bezug: anarchistische Tendenzen; libertäre Inhalte
Bearbeitungsstand: 28.07.2020 | Bearbeiter: gh

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