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Datenbank des deutschsprachigen Anarchismus - DadA
Abteilung: Periodika des Neoanarchismus
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DadA-Periodika, Dok.-Nr.: P2-P0001078

SKLAVEN Aufstand

Einzeltitel: Die letzten Sklaven (Ausg. Juni/Sept. 1999)
Herausgeber: ibs und petersen press
Redaktion: Annett Gröschner, Andreas Hansen, Wolfram Kempe, Bert Papenfuß, Renate Koßmann (Nr.52-54/55), Norbert Knofo Kröcher (Nr.52-54/55)
Verlag: petersen press
Ort: Berlin
Land: Deutschland <Bundesrepublik>
Erscheinungszeitraum: Jg.1 (1998) - Jg.2 (1999), 10 Ausg.
Erscheinungsverlauf: Jg.[1] (1998), Nr.44/45 (Jan./Febr.), 46 (März), 47/48 (April/Mai), 49 (Juni), 50 (Juli), 51 (Aug.), 52 (Sept.), 53 (Okt.), 54/55 (Nov./Dez.) [März] Jg.[2] (1999), Nr.[56] (Juni/Sept.)
Preis: 5,- DM
Typographie: Offset
Format: DIN A4
Beilagen: Müßiggangster. Kontemplationsblatt der Glücklichen Arbeitslsosen (Nullnr. Juni 1998 in Nr. 47/48, Nr.1 Oktober 1998 in Nr.52 )
Vorgänger: SKLAVEN
Nachfolger: GEGNER
Bemerkungen: Nach Konflikten mit dem BasisDruck-Verlag um die Autonomie der Redaktion in deren Folge die Redakteure Annett Gröschner, Andreas Hansen, Wolfram Kemp, Bert Papenfuß aus dem Verlag auschieden, wird die Zeitschrift von dieser Gruppe unter dem Titel SKLAVEN AUFSTAND unter Beibehaltung der Zählung weitergeführt. Diese Teilgruppe der ursprünglichen SKLAVEN-Redaktion repräsentiert eher den libertär-anarchistisch orientierten Teil, während die Rest-SKLAVEN-Redaktion der DDR-Opposition und Bürgerbewegung verpflichtet bleibt. Entsprechend finden sich in SKLAVEN AUFSTAND u.a. auch Beiträge von Bernd Karmer (Karin Karmer Verlag).
In einem Brief an die Abonnenten heißt es zur Spaltung der Redaktion: "Die von uns in der alten Redaktion verantworteten Beiträge, Reihen und Rubriken werden von nun an in SKLAVEN-AUFSATND erscheinen, das betrifft u.a. Archivtexte und Rezeption der Arbeiten Franz Jungs und seines Umfeldes, ausgewählt von Andreas Hansen, schnelle Eingreifgedichte von Bert Papenfuß, Alltagsgeschichte und Interviews in Anlehnung an die Reihe Menschen an unserer Rückseite, betreut von Annett Gröschner, die Eidereinführung einer Kolumne wie dem T-Tag von Wolfram Kempe, Diskussionen um die Glücklichen Arbeitslosen, Texte jüngerer Autorinnen und Autoren und den Veranstaltungskalender des SKLAVEN-Marktes."
Ausgabe Juni/September 1999 unter dem Titel "Die letzten SKLAVEN" (im alten Layout):
"Die letzten SKLAVEN werden GEGNER
Mit der vorliegenden Nummer endet das Erscheinen der kulturpolitisch unverwechselbaren und kommerziell verdienstlosen SKLAVEN, die hielt, was sie versprach. Die im Januar 1998 vollzogene Spaltung der 1994 gegründeten Zeitschrift SKLAVEN in SKLAVEN und SKLAVEN AUFSTAND hat sich im Zuge der Überwindung der Krisis des Radikalen als Schnörkel erwiesen. Sachzwände und andere Vorwände beschleunigten die Stagnation und leisteten infolge der Verkennung der Gefahr der Staatsräson Vorschub.
Der Versuch, Aufstände in die Länge zu ziehen, ist ein Unding. [...]
Der GEGNER vollzieht den scharfen Schnitt ohne Wenn mit links. Gegnerschaft ist systemfeindlich - streng, nüchtern, berechnend. Der Literaturarbeiter ist im Gegensatz zum Schriftstelle kein Mörder, sondern Agent einer unamerikanischen Zukunft. Der Effizienz von Bombardements halten wir gestaltete Mißwirtschaft entgegen.
RAN AN DIE EIGENTUMSVERHÄLTNISSE!" (S.1)
Zu den Unterschiden zwischen SKLAVEN und SKLAVEN AUFSTAND befragt äußert sich Bert Papenfuß: "Es gibt durchaus politische Unterschiede. BasisDruck sind eher die behäbige,ästhetisch und auch politisch konservative Redaktion. Der Aufstand präferierte schon in der damaligen Gesamtredaktion Arbeiten aus einem sozusagen anarchistischen Umfeld, während von der anderen Seite vor allem traditionell-marxistische Beiträge kamen." (Gespräch in: Jungle World, 29. April 1998, http://www.nadir.org/nadir/periodika/jungle_world/_98/18/33a.h tm)

Standort: DadA Köln: Nr.44/45-53, 54/55 u. Ausg. Juni/Sept. 99
ZDB-Ident.: 2031465-6
Literaturhinweise: Drücke: Zwischen, S.461-464; Sklaven? Sklaven-Aufstand! Gespräch mit den Redaktionsmitglidern der Zeitschrift Sklaven Aufstand. - In: Jungle World vom 29. April 1998
Bibliographien: Drücke: Zwischen, Nr.2/378
Quellen: Autopsie DadA Köln: Nr.44/45-53, 54/55 u. Ausg. Juni/Sept. 99
Publikationsform: Zeitschrift
Libertärer Bezug: libertäre Inhalte; anarchistische Tendenzen
Bearbeitungsstand: 28.07.2020 | Bearbeiter: gh

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