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Datenbank des deutschsprachigen Anarchismus - DadA
Abteilung: Periodika des Neoanarchismus
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DadA-Periodika, Dok.-Nr.: P2-P0001003

südwind

Untertitel: zeitung für den mittleren neckarraum
...verbreitet subversiven gesprächsstoff (Zusatz nur Nr.1)

Einzeltitel: Solidarität mit den Wagenburgern (Extra, Aug. 1991, DIN A4, 9 S.)
Herausgeber: Verein zur Förderung von Gegenöffentlichkeit, Stuttgart (Nr.13, 14)
Redaktion: Sabine Müller (v.Red. Nr.13, 14)
Körperschaften: Verein zur Förderung von Gegenöffentlichkeit, Stuttgart
Verlag: Selbstverlag
Druck: Eigendruck
Ort: Stuttgart; Tübingen
Land: Deutschland <Bundesrepublik>
Erscheinungszeitraum: Jg.1 (1990) - Jg.3 (1992), 22 Nrn.
Erscheinungsverlauf: Jg.[1] (1990), Nr.1 (Jan.), 2 (Feb.), 3 (Apr.), 4 (Mai) - (?)
Jg.[2] (1991), Nr.?, 12 (Juli/Aug.), Extra (Aug.), 13 (Sept.), 14 (Okt./Nov.), 15
Jg.[3] (1992), Nr.16 - 22 (Dez.)

Erscheinungsweise: unregelmäßig, alle 1-2 Monate
Auflage: 700
Preis: 2,50 DM; 3,- DM
Typographie: Offset
Format: DIN A4, ca. 50 S.
Rubriken: Termine
Bemerkungen: Ausgehend von der "objektiven erkenntniss, dass alle kämpfe und bewegungen von unten zusammenwirken", soll mit dieser Zeitschrift eine Basis für das gemeinsame Handeln geschaffen werden. "wir wollen die bewegung von erfahrung, austausch und lernprozess; die lebendige diskussion und kritik um unsere praxis - auch für das schaffen von begriffen von unserer realität. eben: HERZBEBEN - SUBVERSIV UND ZÄRTLICH!" [...] "die zeitung soll ausdruck dessen sein, was real stand der basisbewegung ist, nicht was diskussionsstand eines redaktionskollektivs ist. unseren vorstellungen entsprechend soll die zeitung so viele menschen wie möglich erreichen." [...]
"in der vergangenheit wurden zeitungen immer wieder kriminalisiert und leider oft auch zerschlagen. wir haben uns die erfahrungen zunutze gemacht und ein konzept überlegt, das es den bullen schwer machen soll, uns und damit die zeitung, anzugreifen. wir werden nicht als zeitungsmacherInnen auftreten." (aus Nr.1, S.1-2)
Es folgen einige Hinweise über den Umgang mit der Post an die Redaktion (keine Fingerabdrücke, Briefmarke nicht mit Spucke festkleben, zweiter Umschlag).
In der zweiten Nummer wird nochmal auf die illegale Organisation eingegangen und weiter begründet: "das ist nicht nur eine frage daß die bullen nicht merken sollen wer genau die zeitung macht, wo sie gedruckt wird usw., sondern auch eine frage der politischen verankerung. notwendig ist beides, und bei beidem stehen wir noch am anfang.
mit politischer verankerung meinen wir auch mehr als daß einfach viele leute die zeitung gut finden. wir wollen dahin kommen, daß immer mehr menschen ein ganz direktes praktisches verhältnis dazu entwickeln, also artikel usw. dafür schreiben, oder auch sich an herstellung und vertrieb beteiligen, bis dahin, daß verschiedene leute und gruppen abwechselnd das erscheinen der zeitung organisieren." (Nr.2, S.1)
Später (1991) wird ein Impressum mit Herausgeber und V.i.S.d.P. angegeben, jedoch die Prozedur mit den zwei Umschlägen beibehalten.

Repression: Kriminalisierung von zwei Ausgaben im Dezember 1990 nach § 129a wegen Abdruck von Erklärungen der Revolutionären Zellen.
Standort: TtE Köln: Nr.1-4, 13-14, Extranr.; DBZ Stuttgart: 1990,1 - 1992,22 : SIGN.: DZ 712
ZDB-Ident.: 2521100-6
Literaturhinweise: Drücke: Zwischen, S.339, 496; Linksextremismus, S.401
Bibliographien: Drücke: Zwischen, Nr.2/395; Geronimo (1990), S.244; Die Krise der autonomen Medien, S.5; UNFASSBA (1990), Nr.5, S.28; Verzeichnis der Alternativmedien 1997/98; 20 Jahre radikal, S.195
Quellen: Autopsie DadA Köln: Nr.1-4, 13-14
Publikationsform: Zeitschrift
Libertärer Bezug: Autonomie; anarchistische Tendenzen
Bearbeitungsstand: 28.07.2020 | Bearbeiter: gh

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