Bibliothek der Freien
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Datenbank des deutschsprachigen Anarchismus - DadA
Abteilung: Periodika des Neoanarchismus
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DadA-Periodika, Dok.-Nr.: P2-P0000992

AKAZ

Untertitel: Nachrichten für Querdenker: agonistisch, ketzerisch, anarchisch, zentrifugal (Nr.3); Anti-Klerikale Anarchistische Zeitschrift, Nachrichten für Querdenker (Nr.2/92); Anti-Klerikale anarchistische Zeitschrift - für Religions- und Erziehungskritik und Anarchie (Nr.3/92); Zeitschrift für Religions- und Staatskritik (Nr.5, 6); beiträge zur Religions- und Staatskritik (ab Nr.7)
Nebentitel: Antiklerikale anarchistische Zentrifuge (AKAZ)
Einzeltitel: AKAZ Intermezzo. (Sondernr.: Kritik der Anthroposophie, Missionierung Lateinamerikas, Aufsatz "Mütter aller SchülerInnen vereinigt Euch!") 12 S., 2,50 DM
Herausgeber: Gerhard Kern
Redaktion: Gerhard Kern (V.i.S.d.P.)
Verlag: Eigenverlag
Ort: Morbach
Land: Deutschland <Bundesrepublik>
Erscheinungszeitraum: Jg.1 (1991) - Jg.7 (1997), 9 Nrn. u. 1 Extranr.
Erscheinungsverlauf: Jg.[1] (1991), Nr.1 (Aug.), 2
Jg.[2] (1992), Nr.3 (1/92), 2/92 (Intermezzo), 3/93 [3/92]
Jg.[3] (1993), Nr.4
Jg.[4] [1994], Nr.5, 6
Jg.[5] (1995), Nr.7 (Mai), 8
Jg.[6] (1996), Nr.9
Jg.[7] (1997), Nr.1 (Jan., AKAZ-Extra), nur noch im Internet

Erscheinungsweise: unregelmäßig, je nach Diskussionsbedarf und Notwendigkeit
Auflage: 500
Preis: 4,- DM; 5,- DM (Nr.4, 5); 6,- DM (Nr.6); 15,- DM (Nr.7 ff.); 2,- (AKAZ-Extra)
Typographie: Offset
Format: DIN A4; DIN A5 (ab Nr.7); DIN A4 (AKAZ-Extra)
Bemerkungen: Zum Selbstverständnis und Anspruch aus einem gesonderten A4-Anzeigenblatt:
"Libertärer Sozialismus fordert die kritische Betrachtung der Religion im Allgemeinen und der herrschenden Kirche ganz besonders. Denn, die Fundamente aller Konservativismen sind religiös. [...] Bakunin und Marx waren sich einig im Ziel: Anarchie statt Staat! Der Weg war (und ist?) umstritten. An diesem Punkt wird AKAZ die Diskussion aufgreifen und weiterführen."
Nummer 3 beinhaltet insbesondere Infos zum Rassismus der Anthroposophie.
Mit der Nr. 7 erscheint die AKAZ in DIN A5 als als Übergang vom Magazin zur Buchreihe.
Selbstdarstellung (für DadA "(A)-Seiten")
"1. ANTI-KLERIKAL
Wer den Sozialismus (immer noch) will, die Religions-und Kirchenkritik aber scheut, den darf man getrost der Täuschung bezichtigen. Libertärer Sozialismus fordert die kritische Betrachtung der Religionen im Allgemeinen und der herrschenden Kirchen ganz besonders. Denn, die Fundamente aller Konservativismen sind religiös. Betrachten sie doch die geschichtlich "gewachsene Ordnung als gottgewollt", setzen IHN also voraus. Daher geht es uns um die Analyse der Indoktrination der religiösen Ideologien. Hierzu zählen auch die zuhauf auftretenden Sekten, die bedingt durch massenhafte Kirchenaustritte, Mitgewinner der konservativen Reaktion sind.
2. ANARCHISCH
Bakunin und Marx waren sich einig im Ziel: Anarchie statt Staat! Der Weg war (und ist?) umstritten. An diesem Punkt wird AKAZ die Diskussion aufgreifen und weiterführen.Egalität beinhaltet notwendig Führerlosigkeit.Was aber tritt an die Stelle? Demokratie als Weg dorthin? Gibt es bessere Formen der gesellschaftlichen Auseinandersetzung? Es gibt keine selbstverständlichen Antworten!
Die Frage nach den Formen der Herrschaft und ihrer Aufhebung wird als zweiter Schwerpunkt behandelt. Besonderes Augenmerk verdienen die Machtmechanismen, die bereits im Individuum als "zweite Natur" verankert sind. Ohne sie zu erkennen und wenn möglich zu revidieren, wird eine freie Gesellschaft nicht einmal annähernd erreichbar sein.
3. ZEITSCHRIFT. ZITADELLE. ZENTRIFUGE.....
Aufsätze, Literatur, Poesie engagee im Sinne des (hoffentlich nicht letzten) Widerstandes gegen die Verflachung des kritischen Denkens und der herrschenden Politik mit den Mitteln der Dialektik könnte ein methodischer Zug dieses Mediums sein. Den Widerstand gegen die herrschende Menschenverachtung (dies schließt die Naturverachtung mit ein) anzufachen ist im Sinne einer anarchistischen Utopie eine lohnende Sache."
Im Januar 1997 erscheint die Nr.1 der AKAZ-Extra im DIN A4-Format mit 8 Seiten. Auf S.1 wird dazu erklärt, daß die Herstellung des Magazins aus ökonomischen Zwängen nicht mehr leistbar ist aber die Religionskritik weitergeführt werden soll. Es ist geplant, das Extrablatt als Beilage zu einer Zeitschrift erscheinen zu lassen. Weitere Beiträge erscheinen fortan im Internet.

Beiträger: Cimbalo, Gianni; Dickob, Werner; Feuerbach, Michael; Frankenberg, Donald; Gansner, Hans Peter; Geisen, Thomas; Gess, Heinz; Gonzales, Speedy; Grüneklee, Gerald; Günther, Egon; Hembd, Corinna; Herrmann, Horst; Huisken, Freerk; Jacobi, Heinz; Kern, Waltraud; Krüger, Stefan; Kunert, Christina; Link, Günter; Matzker, Rainer; Neumann, Johannes; Neumann, Ursula; Niedenführ, Roger; Peter, Thomas; Pfahl-Traughber, Armin; Pörtner, Kurt Werner; Rampp, Gerhard; Reis, Gilbert; Richter, Franz Helmut; Ronge, Johannes; Schedel, Gunnar; Schmidt-Salomon, Michael; Toussaint, Herbert; Wagemann, Paul; Wölfingseder, Maria
ISSN: 0948-4302
Standort: IDA Amsterdam: 1.1991 ff.; BdF Berlin: Nr.2-7; TtE Köln: 3-9; extra Nr. 1 (Jan. 97); DBZ Stuttgart: 1992,2 - : SIGN.: RZ 2418
ZDB-Ident.: 2312168-3
Literaturhinweise: Baumann, Rembert: Weiterhin liegt vieles im Unklaren, S.130; Drücke: Zwischen, S.372-373
Bibliographien: Drücke: Zwischen, Nr.2/13; Verzeichnis der Alternativmedien 1997/98
Quellen: Autopsie DadA Köln: Nr.3, 2/92, 5-9
Publikationsform: Zeitschrift
Libertärer Bezug: anarchistisch
Bearbeitungsstand: 28.07.2020 | Bearbeiter: gh

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