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Datenbank des deutschsprachigen Anarchismus - DadA
Abteilung: Periodika des Neoanarchismus
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DadA-Periodika, Dok.-Nr.: P2-P0000978

Radikal brechen

Untertitel: Zeitung für die antiimperialistische und autonome Bewegung
Körperschaften: Buchladen Georgi Dimitroff, Frankfurt a.M.
Ort: Frankfurt a.M.
Land: Deutschland <Bundesrepublik>
Erscheinungszeitraum: Jg.1 (1989) - Jg.9 (1997), Nr.1-12
Erscheinungsverlauf: Jg.[1] (1989), Nr.1 (Febr.), 2 (März), 3 (Okt.)
Jg.[2] (1990), Nr.4, 5, 6
Jg.[3] (1991), Nr.7 (JAn.), 8 (Nov.)
Jg.[4] (1992), keine Nr. ersch.
Jg.[5] (1993), Nr.9
Jg.[6] (1994), Nr.10
Jg.[7] (1995), Nr.?
Jg.[8] (1996), Nr.?
Jg.[9] (1997), Nr.12

Erscheinungsweise: unregelmäßig
Typographie: Offset
Format: DIN A4
Bemerkungen: Nach Einschätzung von "Radikal brechen" sind "alle wesentlichen Positionen von Weg und Ziel der Revolution [...] bei A[utonomen/A[ntiimp] falsch. Deshalb ist der ideologische Bruch mit diesen Vorstellungen notwendig, um sich richtige Positionen zu diesen Fragen anzueignen".
Als "richtige Position" wird angesehen, eine kommunistische Gesellschaft über die "Diktatur des Proletariats" zu erreichen, wobei man sich theoretisch ausdrücklich auf Stalin beruft. Nach Diskussionen mit der autonomen Szene und den gescheiterten Versuchen diesen die "richtige Position" näher zu bringen kam es zum Boykott dieser Zeitschrift durch die autonomen Infoläden, die wiederum mit einer Gegenpolemik bedacht wurden: "Autonome Zeitungen wie 'Interim' und 'radikal' sind in ihrer Stalin-Hetze nicht mehr von TAZ oder Spiegel zu unterscheiden." (Nr.8, S.3)
Zur Auseinandersetzung zwischen "Radikal brechen" und Autonomen / Antiimp vergleiche den Beitrag "Zur Zeitschrift Radikal brechen" in Dokumentation der Diskussion um den Boykott der Knipselkrant, o.J. ca. 1989. Hier auch Argumente der Abgrenzung von Radikal brechen zu Autonomen / Antiimp.
Die Zeitschrift kann trotz ausdrücklicher Berufung auf "die antiimperialistische und autonome Bewegung" im Untertitel nicht zu den autonomen Blättern gerechnet werden. Sie wird hier wegen ihres Anspruchs verzeichnet.

Standort: BdF Berlin: Nr.6 : SIGN.: A 240; TtE Köln: Nr.1, 5, 8; DBZ Stuttgart: 1989,1 - : SIGN.: DZ915
ZDB-Ident.: 2313261-9
Literaturhinweise: Dokumentation der Diskussion um den Boykott der Knipselkrant, o.J. ca. 1989, S.51-54; Dr.Ückeberger: Radikal erbrechen, S.[8]
Bibliographien: Verzeichnis der Alternativmedien 1991/92; Verzeichnis der Alternativmedien 1997/98
Quellen: Autopsie DadA Köln: Nr. 1, 5-6, 8
Publikationsform: Zeitschrift
Libertärer Bezug: Anarcho-Stalinisten; Kuriosa
Bearbeitungsstand: 28.07.2020 | Bearbeiter: gh

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