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Datenbank des deutschsprachigen Anarchismus - DadA
Abteilung: Periodika des Neoanarchismus
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DadA-Periodika, Dok.-Nr.: P2-P0000893

Proletarische Front <Hamburg>

Untertitel: Organ der Proletarischen Front. Gruppe Hamburg
Herausgeber: Proletarische Front, Gruppe Hamburg
Redaktion: Willi Bergmann
Körperschaften: Proletarische Front, Gruppe Hamburg
Ort: Hamburg
Land: Deutschland <Bundesrepublik>
Erscheinungszeitraum: Jg.1 (1971) - Jg.2 (1972)
Erscheinungsverlauf: Jg.1 (1971), Nr.1 (Feb.), 2 (Aug.), 3 (Nov.), 4/5/6 (Dez.)
Jg.2 (1972), Nr.4 (März), (?), 7 (März), 8/9 (April), 10 (April), 11 (Juni)

Erscheinungsweise: unregelmäßig
Preis: 1,80 DM
Typographie: Offset
Format: DIN A4
Nachfolger: WIR WOLLEN ALLES
Bemerkungen: Am 31.1.1970 wurde als "Instrument der Selbstorganisation" Trikont Hamburg gegründet, die sich nach Annahme einer programmatischen Erklärung am 23.1.1971 in Proletarische Front umbenannte. Diese Erklärung wurde in der Nr.1 unter dem Titel: "Programmatische Erklärung der Proletarischen Front Gruppe Hamburg vormals TRIKONT Hamburg" veröffentlicht.
Bereits im Mai/Juni 1970 spaltete sich eine Gruppe deutscher Mitglieder ab. Der verbleibende Rest gliedert sich wiederum in drei verschiedene Gruppen: Eine maoistisch orientierte, die sich als "Proletarische Front - ML" der KPD, Berlin anschloß. Eine sich materialistisch nennende "Proletarische Front - Gruppe westdeutscher Kommunisten", die sich als "Vorstufe der revolutionären Avandgarde" sah. Sie gab ab Nr.2/3ff. eine eigene Zeitschrift mit dem gleichen Titel "Proletarische Front" heraus (Redaktion Renate Schmidt) und später "Pflastersteine zum Kommunismus".
In einer Korrektur zur Einschätzung von DadA (von 2001) zum Zusammenhang der Gruppen schreibt Rolf Engelke "...war die (konkurrierende) am italienischen Operaismus orientierte PF-Gruppe ('Proletarische Front Gruppe Westdeutscher Kommunisten'), in der u. a. K.H. Roth und Angelika Ebbinghaus aktiv waren, von Anfang an an der Herausgabe der WWA beteiligt - trotz grundsätzlicher inhaltlicher Kritiken der Gruppe an den 'Sponti-Tendenzen' der restlichen WWA-Gruppen wie RK Frankfurt und Arbeitersache München. Dies geht sowohl aus Texten von K.H. Roth als auch aus den Zirkularen der PF GWK hervor." (siehe Projekt MAO, abgerufen 2/2020)

Internet: https://www.mao-projekt.de/BRD/NOR/HBG/PF/Hamburg_Proletarische_Front.shtml
Standort: AsB Bremen: Nr.1, 10-11; AFAS Duisburg: 7.1972 : SIGN.: 84.III.9; TtE Köln: Nr.1-2/3, 8/9, 11
ZDB-Ident.: 2242565-2
Literaturhinweise: Bartsch, Günter: Die autonomen Kommunisten - Proletarische Front (Trikont). - In: Studien von Zeitfragen - Links (1973), Nr.7, S.6-8; Bock: Geschichte des 'linken Radikalismus', S.268, 351, Anm.467 (zur Abgrenzung gegenüber ML-Gruppen); Geronimo (1995), S.63, 216; Körner, Klaus: Der Trikont Verlag und das 'Archiv 451'. - In: Aus dem Antiquariat (2004), Nr.2, S.101-107; Proletarische Front. - In: anarcho-info <Wetzlar> (1971/72), Nr.13/14, S.13 (Inhalte der Hefte 1-3); Scheerer: Deutschland, S.285
Bibliographien: Jenrich, Nr.251
Publikationsform: Zeitschrift
Libertärer Bezug: libertäre Inhalte; Spontibewegung; Rätebewegung; anarchistische Tendenzen; operaistisch
Bearbeitungsstand: 28.07.2020 | Bearbeiter: gh

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