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Datenbank des deutschsprachigen Anarchismus - DadA
Abteilung: Periodika des Neoanarchismus
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DadA-Periodika, Dok.-Nr.: P2-P0000870

Oh wie schön!

Untertitel: Tübinger Alternative Zeitung; Organ der Tübinger Linksradikalen; Zeitschrift der Autonomie
Herausgeber: Redaktionskollektiv
Redaktion: Redaktionskollektiv
Ort: Tübingen
Land: Deutschland <Bundesrepublik>
Erscheinungszeitraum: Jg.1 (1976) - Jg.3 (1978)
Erscheinungsverlauf: Jg.[1] (1976), Nr.1 (Okt.) - (?)
Jg.[2] (1977), Nr.?, (Sep.)
Jg.[3] (1978), Nr.?

Erscheinungsweise: monatlich; unregelmäßig
Auflage: 1500 - 1700
Typographie: Offset
Format: DIN A4, ca. 40 S.
Bemerkungen: Die Zeitschrift wurde von einer im Sommer 1976 gegründeten Gruppe unorganisierter undogmatischer Linker ab Oktober in Tübingen mit dem Anspruch herausgegeben, linke Gegenöffentlichkeit herzustellen. Dabei bestand von Anfang an für die Redaktion der Widerspruch, "als lokale Alternativzeitung alles abzudrucken, was [...] von Individuen oder Gruppen zugeschickt wurde, und andererseits [...] eigene politische Identität" zu wahren. Weiter heißt es in einer Erklärung der Redaktion: "In dieser Phase konnten wir mit dem Begriff 'alternativ' nicht mehr viel anfangen, weil er konkret zu wenig aussagt. Der Bruch war da. Wir wollten dann die 'Oh wie schön' zu einer Zeitung machen, in der Beiträge zu Schwerpunktthemen veröffentlicht werden sollten, offen für alle interessierte Mitarbeiter/innen, allerdings von einer Autonomen Betrachtungsweise aus. Die Entwicklung der 'Oh wie schön' zur 'Zeitschrift der Autonomie' war Ausdruck eines Entwicklungsprozesses. Autonomie war für uns nun nicht mehr nur eine formale Angelegenheit, also die Gleichsetzung mit Selbstorganisation, sondern dies bedeutete auch eine inhaltliche Betrachtungsweise und Stellungnahme, die sich weder im Bürosozialismus noch im traditionellen Anarchismus wiederfindet."
Die Orientierung der Zeitschrift auf einen "autonomen Diskurs" brachte zwar positive Reaktionen aus anderen Städten, fand aber in Tübingen selbst kaum eine Resonanz.
"Dieser Widerspruch zwischen einer allgemeinen Theorie-Zeitschrift und einem lokalen Blatt brachte uns u.a. dazu, das Erscheinen der 'Oh wie schön' einzustellen." ('Oh wie schön' gibts nicht mehr. - In: ID (1978), Nr.222, S.3)

Beiträger: Haug, Wolfgang
Standort: IISG Amsterdam: 1976-1978; CIRA Lausanne: 1976-1978
ZDB-Ident.: 2150513-5
Literaturhinweise: 'Oh wie schön' gibts nicht mehr. - In: ID (1978), Nr.222, S.3; Den Schwarzen Faden weiter Spinnen. Ein Interview mit SF-Redakteur Wolfgang Haug zur Krise der "fachzeitschrift für anarchie und luxus". - In: graswurzelrevolution (2003), Nr.282, Beil.: Libertäre Buchseiten, S.4
Bibliographien: Deutschsprachige Bibliographie der Gegenkultur, S.80; Eberlein (1996), Nr.23092; Jenrich, Nr.240; Rösch-Sondermann, S.117
Publikationsform: Zeitschrift, Stadtzeitschrift
Libertärer Bezug: Autonomie; anarchistische Tendenzen
Bearbeitungsstand: 28.07.2020 | Bearbeiter: gh

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