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Datenbank des deutschsprachigen Anarchismus - DadA
Abteilung: Periodika des Neoanarchismus
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DadA-Periodika, Dok.-Nr.: P2-P0000594

Fizz

Redaktion: Redaktionskollektiv
Körperschaften: Sozialistisches Zentrum, Berlin
Verlag: Selbstverlag
Druck: Eigendruck
Ort: Berlin <West>
Land: Deutschland <Bundesrepublik>
Erscheinungszeitraum: Jg.1 (1971) - Jg.2 (1972), 10 Nrn.
Erscheinungsverlauf: Jg.[1] [1971], Nr.1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 (Aug.), 8 (Okt.), 9 (Nov.)
Jg.[2] [1972], Nr.10

Erscheinungsweise: unregelmäßig
Preis: West-Berlin: 0,50 DM, BRD: 0,60 DM, Ost-Berlin: 2 Jahre Bautzen
Typographie: Offset
Format: DIN A3
Vorgänger: Agit 883
Nachfolger: Hundert Blumen; Berliner Anzünder; Bambule
Bemerkungen: Anarchistische Untergrund-Zeitschrift. Mitbegründer: Peter Paul Zahl. Der Zeitschriftentitel bezieht sich auf das Geräusch einer kurz vor der Explosion stehenden Bombe. Dementsprechend wurden mehrere "Handwerkertips" als Anleitung zur Bombenherstellung veröffentlicht, die aber oft ins Satirische gingen. So wurde auch das Verbot der ersten Nummer mit beißendem Spott kommentiert: "Die erste Nummer hat eingeschlagen wie 'ne Bombe. Als nette Osterüberraschung bescherte uns der Justizbleistift Weber (Staatsanwalt) das Verbot der ersten Ausgabe. Ostersonntag zwischen 5 und 6 Uhr morgens krochen die Senatsosterhäschen als Bullen verkleidet ins Sozialistische Zentrum." (FIZZ Nr.2, S.2)
Zentrales Thema ist die Auseinandersetzung mit dem bewaffneten Kampf der RAF, der in seiner Taktik kritisiert wird: "Die RAF und wir", Stadtguerilla hier und jetzt und warum?" (in Fortsetzungen über 3 Nummern). Daneben wurden Anzeigen und aktuelle Informationen und Themen veröffentlicht sowie Werke von Bakunin und Kropotkin nachgedruckt.

Repression: Von den 10 erschienenen Nummern wurde nur eine nicht verboten ("war wohl das Versehen einer Urlaubsvertretung", Vorwort zum Reprint).
Beiträger: Zahl, Peter Paul
Internet: https://www.mao-projekt.de/BRD/BER/ANA/Berlin_Fizz.shtml
Reprint: Fizz. (10 Nrn. als Repr.) Hrsg.: Udo Koch u. Klaus Decker, mit einem Vorwort von Knofo. Berlin-Kreuzberg: Anti-Quariat Reprint Verlag, 1989. 120 S. 36,36 DM; Es lebe Ulrike! Teilrepr. aus Nr.7. - In: Schwarze Texte, S.23; Thesen zum Konzept Stadtguerilla. Teilrepr. aus Nr.10. - In: Schwarze Texte, S.24-27
Standort: BdF Berlin: Nr.7-8 u. Reprint : SIGN.: B 015; AFAS Duisburg: Nr.2, 6 u. Repr. : SIGN.: 82.III.6; CIRA Lausanne: H. 1-4,6,8,9.1971 : SIGN.: 534
ZDB-Ident.: 1015404-8
Literaturhinweise: Bartsch: Anarchismus in Deutschland, Bd.2/3, S.188-191 (Abdruck des Impressums), S.386-387 (Erklärung zur RAF aus Fizz Nr.4); Binger: 68 selbstorganisiert & antiautoritär, S.86; Bock: Geschichte des 'linken Radikalismus', S.265; Geronimo (1995), S.20; Büteführ, S.84; Jenrich, S.85-87; Mamat, Ulli: FIZZ Reprint 1-10. - In: Schwarzer Faden (1989), Nr.33, S.44-45; Müller, Tilman: Einst kommt der Tag, S.41; Schwarze Texte, S.13; 20 Jahre radikal, S.184
Bibliographien: Eberlein (1996), Nr.8594; Jenrich, Nr.97
Quellen: Autopsie DadA Köln: Repr.
Publikationsform: Zeitschrift, Untergrundzeitschrift
Libertärer Bezug: Hausbesetzung; anarchistische Tendenzen
Bearbeitungsstand: 28.07.2020 | Bearbeiter: gh

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